Am 14. September 2021
Der Novus Ordo markierte einen radikalen Eingriff nicht nur in die Liturgie, sondern auch in den liturgischen Raum. Dies führte zu einem Wandel des Geistes. Die Horizontale begann, auf Kosten der Vertikalen (die Beziehung zu Gott), hervorgehoben zu werden. Das Mittel zu dieser geistigen Veränderung war die Wendung des Altars zusammen mit dem Priester zum Volk hin.
Das biblische Modell des Tempels von Jerusalem hatte drei separate Abschnitte:
1) der Ort, an dem die Gegenwart Gottes wohnte –das Allerheiligste
2) der Ort, an dem der Priester Gott das tägliche Opfer darbrachte
3) der Ort für das Volk.
ad 1) In Analogie zum katholischen Tempel ist hier der Ort, an dem die Gegenwart Gottes wohnt, das Tabernakel (das Allerheiligste). Im orientalischen Ritus wird es durch eine Ikonostase getrennt.
ad 2) Während der Liturgie sollen der Priester und das Volk dem Tabernakel gegenüberstehen. Man sollte da ein großes Kruzifix finden, vorzugsweise lebensgroß, zwischen Tabernakel und Altar, oder mit dem Altar verbunden.
All dies, um den liturgischen Raum neu zu ordnen.
Neuordnung der Liturgie
1) Das Gabengebet legt den Akzent zweimal unangemessen auf das Wort „Arbeit“. Textliche Modifikation: „Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer der Welt. Du schenkst uns das Brot. Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht. Du wirst es durch deinen Geist in den Leib Christi verwandeln.“
C (Chor): „Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott.“
P (Priester): „…Du schenkst uns den Wein. Wir bringen diesen Kelch vor dein Angesicht. Du wirst ihn durch deinen Geist in das Blut Christi verwandeln.“
C: „Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott.“
2) Der Priester sollte vor der Weihe im Römischen Hochgebet hinzufügen: „…damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, durch die Kraft des Heiligen Geistes …“
3) Bevor der Priester ein Stück der Hostie in den Kelch legt, das das Geheimnis der Auferstehung Christi ausdrückt, wird er die Worte „Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung“ durch folgenden Satz ersetzen:
P: „Christus ist auferstanden!“
C: „Er ist wirklich auferstanden!“ (Der Chor singt das Antiphon: „Resucito (Er ist auferstanden), Halleluja!“)
Neuordnungen in der Form, wenn der Priester still oder laut betet und zwei Momente der Stille:
Während der Chor das Sanctus singt, spricht der Priester leise den ersten Teil des (römischen) Hochgebets. Dann sprich er laut: „Schenke, o Gott, diesen Gaben Segen in Fülle und nimm sie zu eigen an. Mache sie uns zum wahren Opfer im Geiste, das dir wohl gefällt zum Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, durch die Kraft des Heiligen Geistes“.
Es folgt der erste Moment der Stille (2-4 Minuten, auf den Knien). Dann steht der Priester auf und sagt laut: „Am Abend vor seinem Leiden…“
Die Worte der Institution, die zugleich die Worte der Weihe in der lateinischen Liturgie sind, sollten langsam und deutlich in derselben Sprache ausgesprochen werden, wie sie der Herr Jesus selbst ausgesprochen hat.
Nachdem der Wein sich in das Blut des Herrn verwandelt wurde, kniet der Priester auf beide Knie und es folgt der zweite Moment der Stille. Nach 2-5 Minuten beendet der Priester die Anbetung mit den Worten: „Geheimnis des Glaubens“. Dann steht er auf und führt die Messe wie gewohnt fort.
Erläuterungen zu:
Der erste Moment der Stille
Der Priester und das Volk knien etwa 2-4 Minuten nieder und rufen den Heiligen Geist an und singen die Antiphon „Veni Sancte Spiritus“.
Hinweis an die Gläubigen:
Nun bewegt Eure Gedanken zum Abendmahl auf dem Berg Zion, wo der Herr Jesus dieses Sakrament mit seinen eigenen Worten eingesetzt hat. Am nächsten Tag starb Er am Kreuz für unsere Sünden und wurde dann von den Toten auferstanden. Am fünfzigsten Tag sandte Er den Heiligen Geist auf den Aposteln, die im Abendmahlssal beteten. Hier im Abendmahlssal auf dem Berg Zion haben die Apostel zum ersten Mal das liturgische Opfer in der Kraft des Heiligen Geistes dargebracht. Die Nachfolger der Apostel, Bischöfe und Priester, haben seitdem dieses Opfer Christi für sich selbst und für die Sünden des Volkes dargebracht. Betet nun, dass die Fülle des Heiligen Geistes auf euch herabsteigt, wie auf die Apostel. Wiederholt mehrmals: „Veni Sancte Spiritus.“ Dann sagt mit Glauben im Geiste: „Ich empfange denselben Heiligen Geist wie die Apostel, im Abendmahlssal“. Gleichzeitig wiederholt den heiligen Namen Jesu (Yehoshu-aa-aa-aa) im Geiste mehrmals.
Ihr könnt also auch beten, dass der Heilige Geist das Opfer Christi am Kreuz auf diesem Altar gegenwärtig macht. Er wird dies durch seine allmächtige Kraft tun, durch die Worte Christi, die der Priester gesprochen hat.
Der zweite Moment der Stille
Der Priester und das Volk knien für etwa 2-5 Minuten und singen die Antiphone „Yehoshua“ (gesungen auf der Melodie von Ti Si Mir Naš / Du bist unser Friede, Halleluja)
Hinweis an die Gläubigen:
Erkennt, dass das Opfer des Kreuzes Christi jetzt gegenwärtig ist. Jesus ist da. Bleibt im Geiste bei dem Kreuz, an der Stelle des Apostels Johannes, neben der Mutter Jesu. Jesus sieht dich und sagt: „Siehe, deine Mutter.“ Sag in deinem Geist: „Ich empfange sie.“ So habt ihr das Testament Jesu am Kreuz erfüllt.
Richtet nun eure geistlichen Augen auf die fünf Wunden Jesu und macht einen Akt vollkommener Reue, der im Augenblick eures Todes am nötigsten sein wird. Wenn man sich jede der fünf Wunden ansieht, sagt innerlich fünfmal: „Jesus, Jesus, Jesus, erbarme dich meiner, des Sünders“.
Erkennen Sie also das Geheimnis der Taufe: „Wir wurden durch die Taufe in den Tod Christi eingetaucht“ (Röm 6,4). Bleiben Sie eine Weile in dieser Realität und rufen Sie den Namen Jesus (Yehoshu-aa-aa-aa) an. Wenn Sie „a“ sprechen, versuchen Sie zu spüren, dass Sie in den Tod Christi eingetaucht sind und geistlich mit Ihm verbunden sind. Denken Sie an den Tod und versuchen Sie diesen Moment so zu erleben, als wäre es der letzte Moment Ihres Lebens. Gemeinsam mit Jesus geben Sie Ihren Geist in die Händen des himmlischen Vaters.
Lateinische Transkription der Worte der Weihe
Anmerkung zum Schuldbekenntnis zu Beginn der Messe:
„Wir bekennen, dass wir gesündigt haben…“ Erinnern Sie sich an Ihre Sünden in einem Moment der Stille: „Ich bin ein Egoist, der seinen eigenen Willen sucht, und nicht der Willen Gottes. Ich bin ein Hedonist, der nach Vergnügen sucht, sogar nach sündigem Vergnügen. Ich bin ein Kritiker; Ich verurteile andere, aber ich weigere mich, meine Schuld zu sehen oder zu erkennen.“ Dann sagen Sie laut: „Ich bekenne…“, „Kyrie, eleison“.
Hinweise für Zelebranten:
Die Messe ist ungültig, wenn sie von einem Bischof oder Priester zelebriert wird, der Häresien und einen Geist angenommen hat, der das Wesen der Kirche Christi leugnet. Dieser hat sich aus dem mystischen Leib Christi, wegen der Häresien ausgeschlossen (vgl. Gal 1,8-9).
+ Elija
Patriarch des Byzantinischen katholischen Patriarchats
+ Methodius, OSBMr + Timotheus, OSBMr
Bischöfe-Sekretäre
Herunterladen: BKP: Neuanordnung der Liturgie (Heilige Messe) /german version/ (14.09.2021)
