An Weihnachten gedenken wir des Kommens Christi in diese Welt. Er wurde für uns als wehrloses Kind geboren. Machen wir uns die große Freude bewusst, die uns das Wort Gottes bringt: „Euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr!“ (Lk 2,11) Heute ist für mich der Retter geboren! Heute und für Sie ist der Retter geboren!

Christus will auch in uns geboren werden und durch uns der Welt Zeugnis ablegen. Wieso den? Damit die Menschen die Vergebung der Sünden empfangen und gerettet werden können. Im Evangelium steht geschrieben: „Er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Jesus ist das Haupt des mystischen Leibes – der Kirche. Wir sind seine Glieder, und Er möchte, dass wir in diesen Zeiten Zeugnis ablegen und bereit sind, für dieses Zeugnis sogar zu leiden. Er hat uns durch sein Leiden, durch sein Blut, durch sein Opfer am Kreuz gerettet.

Gott will, dass wir sein Programm annehmen, seinen Weg: den Weg der Demut, der auch mit der Geburt im Stall verbunden ist, mit Armut, Demütigung, dann mit der mutigen Verkündigung des Evangeliums, der Trennung vom Geist dieser Welt und vom Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer, dann mit Verfolgung, Verwerfung und mit dem Kreuz, schließlich aber mit Auferstehung und Herrlichkeit im Himmel. Jesus ist also der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und wir wollen Ihm nachfolgen. Er ist das Programm, dem wir folgen sollen. Wir wollen ein lebendiges Opfer für Jesus sein, d.h. unser Ego – unsere Vergnügen, unsere Pläne, verschiedenen Visionen, die dem Willen Gottes widersprechen – jeden Tag verlieren. Lassen wir Ihn in uns leben und uns in sein Ebenbild verwandeln. Er soll in uns geboren werden – in unseren Gedanken, in unserer Vernunft, in unseren Gefühlen – es soll einen Platz für Ihn geben, damit wir wahrhaft wie der Apostel Paulus sagen können: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“

 

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