Geistiges Erleben der Heiligen Liturgie (der Heiligen Messe) für Gläubige, die aus bestimmten Gründen nicht an der Heiligen Liturgie teilnehmen können

Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist durch den Heiligen Geist und die Jungfrau Maria Mensch geworden und hat uns durch Seinen Tod am Kreuz von der ewigen Verdammnis erlöst. Das Geheimnis der Erlösung ist eng mit der Mutter Jesu verbunden, die Jesus uns in Seiner Todesstunde zur Mutter gab. „Siehe, deine Mutter!“ Das ist Jesu Testament vom Kreuz auch für dich! Als Mutter Jesu und unsere Mutter erlebte Sie unter dem Kreuz die tiefste und innerste Vereinigung mit dem sterbenden Jesus. Sie wird dich bei deinem geistigen Erleben des Geheimnisses der Eucharistie begleiten – die Vergegenwärtigung des Todes Christi.

Was ist der Zweck dieser Broschüre? Sie soll helfen, die Heilige Liturgie tiefer zu erleben.

Wir leben in einer Zeit des Glaubensabfalls. Der Heilige Geist macht jedoch das Opfer Christi in der Heiligen Liturgie durch orthodoxe Priester, die Christus treu geblieben sind, ständig gegenwärtig. Gläubige, die aufgrund von Krankheit, Alter oder anderen Gründen keine Möglichkeit haben, physisch an einer gültigen Liturgie teilzunehmen, können aus diesem Schatz geistig schöpfen. Wie? Indem sie sich im Glauben mit dem Geheimnis des Todes Christi verbinden.

Was geschah beim Tod Christi? Nachdem Jesus uns von der Sklaverei der Sünde erlöst hatte, legte er Seinen Geist in die Hände des Vaters. Wir wurden durch die Taufe in den Tod Christi eingetaucht (Röm 6,4). Dieses geistige Eintauchen sollten wir besonders am Höhepunkt der Liturgie erleben, wo Christi Tod vergegenwärtigt wird.

Wie kann man in den Tod Christi eintreten? Durch Glauben und durch die Anrufung des Namens Jesu.

 

Erklärung des Wesens der Liturgie:

Der Moment der Stille vor der Konsekration:

Mit der Jungfrau Maria rufen wir den Heiligen Geist an. Die Heilige Jungfrau Maria erlebte das Geheimnis des Opfers Christi in der Liturgie, die der Apostel Johannes in Jerusalem feierte. Sie war so tief mit Jesus vereint, wie damals, als Sie auf Golgatha physisch anwesend war. Daher kann Sie uns als unsere Mutter immer tiefer in diese spirituelle Realität führen.

Die Anbetung nach der Konsekration:

Erster Teil: Das Testament vom Kreuz:

Wir stehen mit der Jungfrau Maria unter dem Kreuz wie der Jünger Johannes. Ein Jünger ist jemand, der um Christi willen allem entsagt (Lk 14,33) und seine Seele verliert, um sie zu retten (Mk 8,35). Jeder von uns hat Beziehungen zu Menschen und Dingen. Aber in diesen Beziehungen stellt ein Jünger nicht Dinge, Menschen oder sein Ego an die erste Stelle, sondern Jesus selbst.

Jesus gibt dem Jünger unter dem Kreuz Seine Mutter. Der Jünger nimmt sie in sein Eigenes hinein auf (eis ta idia, Joh 19,27). Durch die Kraft des Wortes Jesu findet eine geistige Transplantation eines neuen Herzens – eines neuen geistigen Zentrums – statt. Von unserer Urmutter Eva habe ich den alten Menschen geerbt, zusammen mit dem Programm der geistigen Verdunkelung und der egoistischen Rebellion. Mit dem neuen Herzen empfange ich auch das geistige Programm der Mutter Jesu, die der neue Mensch ist (Eph 4,22-24). Maria ist die neue Eva, sie ist das komplette Gegenteil von Eva. Maria spricht Ihr „Fiat“ – Ihr „Ja“ zu Gott (Lk 1,38). Sie zertritt der höllischen Schlange den Kopf (Gen 3,15). Sie ist meine Mutter!

Zweiter Teil: Die vollkommene Reue:

Lerne, am Höhepunkt der Liturgie einen Akt vollkommener Reue zu vollziehen, denn du wirst ihn im Augenblick des Todes am meisten brauchen. Dann wirst du nicht einmal in der Lage sein, das Vaterunser konzentriert zu beten. Die ganze Ewigkeit hängt vom Moment deines Todes ab. Wie kann man vollkommene Reue erwecken? Rufe den Namen Jesus an und schaue seine fünf Wunden an: „Jesus, Jesus, Jesus, hab Erbarmen mit mir Sünder“ (5 Mal).

Dritter Teil: Die Vereinigung mit dem Tod Christi:

Während der Anbetung mach dir bewusst, dass am Höhepunkt der Liturgie der Tod Christi gegenwärtig wird. Jesus war nicht allein am Kreuz, sondern Er nahm alle Sünden und auch ihre Wurzel, die Quelle des Bösen – den alten Menschen in uns (Röm 6,6) – auf sich. Die Erbsünde ist durch unsere Urmutter Eva in unsere menschliche Natur eingedrungen. Jesus überwand den Teufel und den ewigen Tod und lähmte gleichzeitig das dunkle Erbe, die vergiftete Quelle des Teufels in uns. Der Sieg liegt nur in unserer engsten Vereinigung mit Jesus.

Im Augenblick des Todes Christi lege ich meinen Geist in Einheit mit dem Geist Jesu in die Hände des Vaters. Dies ist die höchste Vereinigung mit Gott. Nutze sie auch für eine geistige Mission durch die Kraft Gottes. Du kannst diesen Moment sogar mehrmals erleben und ihn für bestimmte Personen oder Gebiete opfern. Durch deinen Glaubensakt wirkt die Kraft des Todes Christi in getauften Menschen. Der Glaubensakt gibt der Allmacht Gottes Raum, die dann spirituelles  Erwachen – die Auferstehung – bewirken kann (vgl. Mt 10,8).

 

Beginn der Liturgie:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Unsere Sünden kommen aus der Quelle des Bösen in uns, aus der Erbsünde. Deshalb bekenne ich: Ich bin ein Egoist, ich suche nicht den Willen Gottes, sondern setze meinen eigenen Willen durch. Ich bin ein Hedonist, ich suche oft Vergnügen, sogar sündiges Vergnügen. Ich bin ein Kritiker, ich verurteile andere, aber ich sehe meine eigene Schuld nicht und will sie auch nicht zugeben. (Ein Moment der Stille)

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Kyrie Eleison! Kyrie Eleison!

Christe Eleison! Christe Eleison!

Kyrie Eleison! Kyrie Eleison!

Danke, Jesus, dass Du mir meine Sünden vergibst.

 

Gloria in excelsis Deo (Ehre sei Gott in der Höhe)

Der Erlöser ist uns geboren! In jener Nacht, als das Jesuskind geboren wurde, erschien den Hirten ein Engel und verkündete: „Heute ist euch der Retter geboren, der ist Christus, der Herr.“ Die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie und sie fürchteten sich mit großer Furcht. Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!“

Heilige Gottesmutter, als die Hirten berichteten, was sie gesehen und gehört haben, hast Du alles in Deinem Herzen bewahrt und darüber nachgedacht. Nun denke ich gemeinsam mit Dir auch an die Ankunft des Sohnes Gottes als eines wehrlosen Kindes auf unserer Erde.

 

Lesung aus der Heiligen Schrift:

Schlage das Neue Testament im Glauben auf. Es reicht, nur einen Vers zu lesen, auf den du stößt.

 

Glaubensbekenntnis (Credo):

Himmlische Mutter, Du hattest den reinsten und festesten Glauben an das Wort Gottes. Ich bekenne gemeinsam mit dir und glaube an den einen Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde. Im Geiste sehe ich einen Sternenhimmel mit Millionen von Sternen, alles bewegt sich in vollkommener Harmonie. Ich bin mir der Gesetze auf unserer Erde bewusst, sowohl im materiellen als auch im geistigen Bereich. Ein denkender Mensch muss über jedes einzelne Gesetz staunen und die Weisheit und Allmacht des Schöpfers bekennen. Die buchstäblich wundersamen Funktionen des menschlichen Organismus! Das Wunder des Lebens und seiner Weitergabe! Die Genetik! Das Immunsystem! Und auch die wunderbaren Instinkte der Tiere und die Wunder der Natur!

Ich glaube an Jesus Christus! Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Er ist der einzige Erlöser. Wie viele Häresien und Häretiker haben versucht und versuchen immer noch, die Göttlichkeit oder Menschlichkeit Christi, Seinen erlösenden Tod am Kreuz oder Seine historische und tatsächliche Auferstehung in Frage zu stellen. Aber ich stehe in der Wahrheit und bekenne vor allen: Ich glaube an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, der durch den Heiligen Geist und die Jungfrau Maria Mensch geworden ist. Ich glaube und bekenne, dass Jesus Christus für uns und um unseres Heiles willen gekreuzigt wurde und am dritten Tag als Sohn Gottes auferstanden ist…

 

A) Das Offertorium:

Heilige Jungfrau, am vierzigsten Tag nach der Geburt Jesu bist Du in den Tempel gekommen und hast Ihn dem himmlischen Vater dargebracht. Der greise Simeon prophezeite und sagte zu Dir: Dieses Kind ist dazu bestimmt, in Israel viele zu Fall zu bringen und viele aufzurichten und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. (Lk 2,34)

Mutter Gottes, Du kanntest Jesajas Prophezeiung über den Mann der Schmerzen. Du bringst in Deinem Herzen ein geistiges Opfer dar, indem Du die Mission annimmst, die Gott Dir zugewiesen hat. Du wurdest die Mutter dessen, der aus Liebe und für meine Sünden Verachtung und Folter auf sich nehmen musste. Er lässt sich freiwillig wie ein Verbrecher ans Kreuz hängen. All das, um mich vor der ewigen Verdammnis zu retten. Bei der Darstellung im Tempel, genau wie im Augenblick der Menschwerdung des Wortes, sagst Du, liebe Mutter, in Deinem Herzen erneut Dein „Fiat“, Dein „Ja“ zu Gott. Nun sage ich auch mit Dir mein freudiges „Ja!“ zu Gott. Ich will mein Leben nicht mit Lügen und Eitelkeiten verschwenden und einmalige Chance verpassen, das Beste aus meinem Leben zu machen – es dem liebenden Gott zu übergeben. Ich will den Willen Gottes suchen und erfüllen und seine Gebote halten. Dadurch kann ich für alle Ewigkeit geistige Schätze im Himmel erwerben und vermehren.

Ich übergebe Gott meine gesamte Zukunft, alle Prüfungen des Lebens und nehme auch die Zeit und Art des Todes an, die mich erwartet. All das verbinde ich mit dem Opfer Jesu und Deinem Opfer, liebe Mutter, für mein Heil und das Heil vieler anderer Menschen.

 

Sanctus, Sanctus, Sanctus (Heilig, heilig, heilig)

Als Jesaja von Gott zum Propheten berufen wurde, sah er die himmlischen Seraphim vor Gott rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen;  die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!Von der Stimme ihres Rufens bebten die Türschwellen im Tempel und das Haus füllte sich mit Rauch. (Jes 6,2f).

Als der Heilige Geist am Pfingsttag herabgesandt wurde, kam vom Himmel her ein Brausen, wie ein heftiger Sturm  und erfüllte das ganze Haus auf dem Berg Zion. Alle Apostel versammelten sich dort mit Dir, Mutter Gottes. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. (Apostelgeschichte 2). An diesem Tag bekehrten sich etwa dreitausend Menschen und ließen sich taufen. Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und brachen das Brot in Häusern. (Apostelgeschichte 2,42.46).

Die Liturgie wird auch als Brotbrechen“ bezeichnet.

Mutter, vor Seinem Tod setzte Jesus das unblutige Opfer auf dem Berg Zion ein und hier, auf dem Berg Zion, wurde dieses Opfer am Tag der Geburt der Kirche zum ersten Mal von den Aposteln gefeiert.

Gleich wird der Heilige Geist herabkommen und mit Ihm die unsichtbaren Heerscharen der Erzengel, Engel und Seraphim, die unaufhörlich einstimmig  verkünden: „Heilig, heilig, heilig!“

 

Der Moment der Stille vor der Konsekration (hier bereite ich mich auf den wichtigsten Moment der Liturgie vor):

Im Geiste bin ich im Abendmahlssaal auf dem Berg Zion, wo du, Herr Jesus, Dein unblutiges Opfer eingesetzt hast.

Komm, Heiliger Geist! Als der Heilige Geist am Pfingsttag auf die Apostel herabkam, wurden sie gestärkt, deinen Befehl zu erfüllen und begannen an diesem Tag, die Heilige Liturgie zu feiern.

(Nun wende ich mich an Dich, liebe Mutter. Erflehe auch mir den Heiligen Geist. Nur Er kann mich innerlich mit dem Opfer Jesu am Kreuz verbinden, damit ich die Einheit mit Jesus erleben kann, so wie Du es auf Golgatha getan hast. Erbitte mir diese Gnade.

Langsam und voller Glauben sage ich mehrmals:) Veni Sancte Spiritus! Komm,  Heiliger Geist….

 

B) Die Konsekration:

Ich höre die Worte Christi, die vor Seinem Tod und auch von den Aposteln bei der ersten Heiligen Liturgie auf dem Berg Zion gesprochen wurden: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird… “. „Dies ist mein Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“.

Dieses unblutige Opfer wurde durch den Tod Jesu auf Golgatha erfüllt, der hier durch den Heiligen Geist gegenwärtig wird. Der Tod Christi verbindet mich wie eine unsichtbare Feuersäule mit dem Vater.

Als die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten befreit wurden, begleitete der Herr sie in einer Feuer- und Lichtsäule (Exodus, 14). Ich bin mir dieser Feuersäule bewusst,  in der die Kraft des Todes Christi wirkt.

 

Die Anbetung nach der Konsekration:

Erster Teil der Anbetung: Das Testament vom Kreuz:

Jesus, nun stehe ich als Dein Jünger unter Deinem Kreuz neben Deiner Mutter. Du siehst mich jetzt und sagst zu mir: „Siehe, deine Mutter! (Ich schaue in Deine Augen und sehe einen Lichtstrahl aus Deinen Augen in meine kommen und bis in mein Innerstes dringen – eis ta idia (Joh 19,27), bis zur Scheidung von Seele und Geist (Heb 4,12). Hier empfange ich Deine Mutter.

Gleichzeitig erlebe ich die geistige Transplantation eines neuen Herzens, eines neuen geistigen Zentrums, während ich Deinen Namen anrufe: „Je-ho-sсhu-a-a-a“.

 

Zweiter Teil der Anbetung: Der Akt der Reue:

Ich schaue auf Deine heiligen Wunden und bereue die Sünden meiner Vergangenheit: 1) Ich kümmerte mich nicht um meine unsterbliche Seele und wollte mir nicht einmal eine Stunde am Tag Zeit für das Gespräch mit Gott nehmen;; 2) Ich akzeptierte die popularisierten heidnischen Praktiken und Lehren: Yoga, Reinkarnation, Feng-Shui, Yin und Yang, Akupunktur, Homöopathie; 3) Ich war süchtig nach dem Mobiltelefon, dem Internet und den lügnerischen Massenmedien; 4) Ich war ein Sklave dekadenter Musik; 5) Ich ignorierte Gottes Gesetze, die Unmoral und die satanische Gender-Ideologie verurteilen … Aus tiefstem Herzen und mit Schmerz schaue ich jetzt auf jede Deiner Wunden und wiederhole: Jesus, Jesus, Jesus, hab Erbarmen mit mir Sünder(5 Mal).

 

Dritter Teil der Anbetung: Die Vereinigung mit dem Tod Christi:

Blutströme, die immer dunkler sind, fließen über das totenbleiche Gesicht Jesu. Die mit Wunden bedeckten Wangen verlängern sich.  Sein Kopf neigt sich zu Seiner Brust, das Herz Jesu hört auf zu schlagen.  Jesus versteht, dass er an der Schwelle zum Tod steht.  Mit letzter Kraft drückt er Seine Füße gegen den Nagel, nimmt einen tieferen Atem und schreit mit lauter Stimme: „Vater, in Deine Hände übergebe ich meinen Geist!“ Seine zuvor geschlossenen Handflächen haben sich geöffnet und die Arme hingen hilflos herab. Die Knie sind zur Seite gebeugt. Der Kopf neigte sich hilflos auf Seine Brust. Der Herr Jesus nahm Seinen letzten Atemzug.

In Seinem Tod wurde die Macht der Finsternis und des Bösen besiegt und der Tod Jesu vereint mich wie eine Lichtsäule mit dem himmlischen Vater. Mutter, nun gehe ich mit Dir in den Tod Jesu ein. Mit Dir gebe ich alles für Jesus auf, als wäre es der letzte Moment meines Lebens. Mir ist bewusst, dass ich durch die Taufe in den Tod Christi eingetaucht bin (Röm 6,4). Mutter, mit Dir erlebe ich die Realität der Vereinigung mit dem Tod Christi, indem ich den Namen Gottes anrufe.

Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“ (Röm 10,13). Dieser Name ist Jesus, Jehoschua auf Hebräisch.

Wenn ich die Silben „Je-ho-schu“ langsam ausspreche, bin ich mir des Dreieinigen Gottes in himmlischer Herrlichkeit bewusst. Wenn ich das lange „a“ ausspreche, bin ich mir der Lichtsäule der Gegenwart Gottes bewusst, die herabsteigt, durch Zeit und Raum geht und mein Wesen berührt.  Wenn ich das zweite „a“ ausspreche, öffnet diese Kraft Gottes meine Seele, die durch das System der Lüge und der Erbsünde versklavt ist. Wenn ich das dritte „a“ ausspreche, vereint sich mein Geist mit dem Geist Jesu im Moment Seines Todes am Kreuz. Jesus, ich lege meinen Geist mit Deinem Geist in die Hände des himmlischen Vaters (Ich spreche langsam aus): Je-ho-schu-aa-aa-aa”.

Ich rufe den Namen Gottes zum zweiten Mal an. Ich lege meinen Geist in die Hände des Vaters und opfere das für meine Familie und meine Lieben auf: Je-ho-schu-aa-aa-aa“ 

Ich wiederhole den Namen Gottes noch einmal und übergebe mich und mein Volk in die Hände des Vaters: Je-ho-schu-aa-aa-aa“.

Durch Christus und mit Christus und in Christus ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit. Amen.

Dem Wort unseres Herrn und Erlösers gehorsam und getreu seiner göttlichen Weisung wagen wir zu sprechen: „Vater unser…“

 

C) Die (geistige) Kommunion:

Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Herr Jesus, jetzt empfange ich Dich geistig in das neue Herz. Amen.

 

Gebet nach der Heiligen Kommunion:

Mutter Gottes, nimm Jesus in mir auf und gib mir die Gnade, diese Wahrheit zu erleben: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“ (Joh 6,56) Ich bitte dich, Jesus, Der in mir ist, zu danken und Ihn zu preisen. Er ist jetzt im lebendigen Tabernakel – in Dir. Du bist das neue Jerusalem. Du bist der Ort, an dem Gott bei den Menschen wohnt. (vgl. Apokalypse 21,2-3)

Maria, die heiligste Jungfrau und Mutter, ich habe deinen lieben Sohn empfangen, den Du in Deinem unbefleckten Schoß empfangen und geboren hast. Siehe, ich bringe Ihn Dir demütig und liebevoll dar, damit durch Deine Fürsprache das Leben des auferstandenen Jesus in meiner Seele herrscht. Damit sein Name in mir und durch mich geheiligt werde! Damit sein Reich in Fülle komme!  Damit sein Wille mit mir und durch mich geschehe! Mutter, so wie Jesus zum ersten Mal durch Dich und den Heiligen Geist auf diese Erde kam, so möge Er mich durch Dich und den Heiligen Geist ganz durchdringen und in meinem Inneren bleiben. Möge der Wille Gottes durch mich geschehen, der die Rettung meiner unsterblichen Seele und die Ankunft des Reiches Gottes ist!

 

Abschluss:

Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist. Amen.

Gebet nach der Heiligen Liturgie:

Ein Ablassgebet * – schaue im Geiste auf das Kreuz:

Sieh, o gütiger und süßester Jesus! Vor deinem Angesichte werfe ich mich auf meine Knie nieder und bitte und beschwöre dich mit der heißesten Inbrunst meiner Seele: durchdringe mein Herz mit lebhaften Gefühlen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, mit wahrer Reue über meine Sünden und unerschütterlich festem Willen, mich zu bessern, indem ich mit großer Rührung und im Schmerze meiner Seele deine fünf Wunden betrachte und dabei beherzige, was der hl. Prophet David von dir, o gütiger Jesus, geweissagt hat: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt; sie haben alle meine Gebeine gezählt.

(Um einen vollkommenen Ablass zu gewinnen, bete das Vaterunser, das Gegrüßet seist du Maria und das Ehre sei dem Vater).

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe; gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels, sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stoße den Satan und die anderen bösen Geister, die in der Welt umherschleichen, um die Seelen zu verderben, durch die Kraft Gottes in die Hölle. Amen.

 

Anmerkungen:

* Ablässe sind Erlasse zeitlicher Sündenstrafen. Durch Reue oder Beichte werden unsere Sünden vergeben, aber durch gute Werke, Selbstverleugnung und Glaubensakte erlangen wir Ablässe oder, anders gesagt, wir erleiden hier auf Erden das Fegefeuer. Wir können auch Ablässe für bestimmte Gebete erhalten. Viele Ablässe können für die andächtige Teilnahme an der Heiligen Liturgie erlangt werden.

 

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