Am 9. Oktober 2026
Die aktuellste Frage in der katholischen Kirche ist heute, ob Papst Franziskus ein offensichtlicher Ketzer war oder nicht. Die Kirchenväter äußern sich in dieser Angelegenheit eindeutig: Ein Papst, der ein offensichtlicher Ketzer ist, hat sich selbst aus der Kirche exkommuniziert. Da er nicht mehr ihr Mitglied ist, kann er nicht deren Oberhaupt sein. So lehren der hl. Cyprian, der hl. Augustinus, der hl. Hieronymus, der hl. Athanasius und auch die Kirchenlehrer der hl. Robert Bellarmin, der hl. Antoninus von Florenz, der hl. Franz von Sales, der hl. Alfons von Liguori und die Päpste Innozenz III. (1198), Paul IV. (1559). Aber das Problem ist, dass ein Papst, ein offenkundiger Ketzer, seine Machtposition freiwillig nicht aufgeben wird.
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Ein Journalist stellte kürzlich dem Erzbischof Carlo Maria Viganò eine Frage: „Wie kann die Kirche die Integrität des Glaubens, die Gewissheit der Lehre und vor allem eine Autorität wiedererlangen, die dem petrinischen Auftrag wirklich treu ist?“
Der Erzbischof antwortet: „Einige Dinge sind sicher, denn die Geschichte der Kirche lehrt uns dies. Das Erste ist, dass die Krise enden wird, wenn die Autorität wieder das tut, wozu Christus sie eingesetzt hat: ein (dem katholischen Glauben treuer) Papst, der in einem feierlichen Akt die Irrtümer des Konzils und der nachkonziliaren Zeit verurteilt … und die Synodalität als etwas ablehnt, das der göttlichen Verfassung der Kirche fremd ist. Menschlich gesehen ist heute nicht abzusehen, wie dies geschehen könnte, da die gesamte Hierarchie korrupt ist und unter all jenen, die diesen Akt vollziehen könnten, niemand zu finden ist, der den Willen dazu zeigt.“
Stellen wir also die Frage: Was sollen wir tun? Wie könnte, abgesehen von einem außergewöhnlichen Eingreifen Gottes, eine Erneuerung der Kirche, die mit einem dem katholischen Glauben treuen Papst verbunden ist, stattfinden? Es gibt vier Möglichkeiten.
Die erste Möglichkeit: Verweigerung des Gehorsams gegenüber dem Usurpator des Papsttums. In der gegenwärtigen Situation kann man sich nicht im Gehorsam unterwerfen, denn dies würde uns zu Komplizen machen.
Diese Notwendigkeit des Ungehorsams zum Schutz des Glaubens ergibt sich auch aus der dogmatischen Bulle von Paul IV.: die Gläubigen, einschließlich Priester und Bischöfe, sollten, oder besser gesagt, dürfen einem Häretiker nicht gehorchen, insbesondere wenn es sich um den Papst handelt. Wenn ein Häretiker, der das päpstliche Amt innehat, beginnt, Menschen wegen angeblichen Ungehorsams zu bestrafen und sich dabei auf Kirchenrecht zu berufen, das er missbraucht, um den Weg des Abfalls vom Glauben durchzusetzen, haben solche Maßnahmen keine Gültigkeit. Ein Papst, der ein offenkundiger Häretiker ist, zerstört das Wesen der Kirche und bestraft paradoxerweise mit Exkommunikationen diejenigen, die die Kirche schützen. Wer einem Papst, der ein offenkundiger Häretiker ist, gehorcht, schließt sich seiner Rebellion gegen Gott an und schließt sich vom Weg des Heils aus. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder den Häretiker oder Gottes Gesetz abzulehnen. Treue und Gehorsam gegenüber Gott müssen Hand in Hand mit Ungehorsam gegenüber einem Häretiker gehen, der die Macht in der Kirche innehat. Dieser notwendige Ungehorsam wird früher oder später zu einer endgültigen Trennung vom häretischen Papst führen. Dies ist bei Leo Prevost der Fall, der den Weg des sodomitischen Antievangeliums fördert.
Es wird zu einem Problem kommen, wenn ein Priester oder Bischof Widerstand leisten wird. Der ketzerische Papst wird den Bischof seines Amtes entheben. Wenn ein Priester Widerstand leistet, wird der Bischof, der dem Erzketzer Leo untersteht, den Priester wegen seiner Treue zu Christus und dem Evangelium exkommunizieren. Wenn aber Bischöfe und Priester darauf nicht warten, dass der Ketzer seine Macht gegen sie missbraucht, sondern sich widersetzen, werden sie Christus treu bleiben und die ihnen anvertrauten Seelen retten.
Wie ist es mit einem Bischof, den Leo Prevost seines Amtes enthebt oder gar exkommuniziert? Er kann darauf erwidern, dass er dem Ketzer nicht gehorchen wird, wie es in der dogmatischen Bulle von Paul IV. heißt, und sich mitsamt der gesamten Diözese von ihm trennen wird. Je mehr Bischöfe dies tun, desto größer ist die Hoffnung auf eine Erneuerung der Kirche. Diejenigen, die sich vom Ketzer getrennt haben, können dann zu den Ersten gehören, die einen rechtmäßigen und dem katholischen Glauben treuen Papst annehmen.
Heute können wir nicht mehr nur hilflos abwarten. Es muss Widerstand geleistet werden. Die Heilige Schrift sagt: „Ihr habt im Kampf gegen die Sünde (die Häresie) noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.“ (Hebräer 12,4) Dieser Widerstand wird sowohl die Kirchenstruktur als auch die rechtgläubige Lehre bewahren. Die Theorie des Ungehorsams wird auch von der Priesterbruderschaft St. Pius X. vertreten, wie die Weihe von vier Bischöfen ohne Erlaubnis des Papstes beweist, selbst um den Preis der sogenannten Exkommunikation, die er sowohl über die Bischöfe als auch über die Gläubigen verhängt hat. Wird die Priesterbruderschaft St. Pius X. den nächsten Schritt tun und einen dem katholischen Glauben treuen Papst wählen? Jemand muss den bahnbrechenden ersten Schritt tun. Ohne ihn geht es nicht. Selbst wenn eine Gruppe von Untergrundbischöfen dies tut, wird sie sich in einer schwierigen Lage befinden, da ihr die Unterstützung von Gläubigen fehlt.
Die zweite Möglichkeit: Die Bischofskonferenz eines bestimmten Volks wird die Häresien des heutigen Papstes, der das päpstliche Amt innehat, eindeutig verurteilen. Sie wird öffentlich erklären, dass er ein offenkundiger Häretiker ist und somit nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche ist, geschweige denn deren Oberhaupt. Als Nachfolger der Apostel haben die Bischöfe nicht nur die Befugnis dazu, sondern es ist auch ihre Pflicht. Wer sonst hat die Befugnis, den Apostel Judas für einen Usurpator des Stuhls Petri zu erklären?
Aber der Usurpator Leo lacht darüber, weil er weiß, dass viele Bischöfe so korrupt, erpressbar und feige sind, dass sie nichts für die Rettung der Kirche tun werden. Wenn ein Bischof seinen Gehorsam aufkündigt, bestraft er ihn mit einer ungültigen Exkommunikation, die jedoch aufgrund falschen Gehorsams verbindlich ist. Wenn ein dem katholischen Glauben treuer Bischof die Unterstützung rechtgläubiger Priester und Gläubiger hätte, könnte er sich mit der gesamten Diözese trennen – und sich damit von der bergoglianischen Antikirche lossagen. Damit würde er einen Präzedenzfall für die gesamte Kirche schaffen. Wenn die Bischofskonferenz ihm zustimmen würde, könnten sie unter außergewöhnlichen Umständen einen rechtmäßigen Papst wählen, denn der derzeitige Papst ist kein gültiger Papst, sondern er reißt das Amt lediglich an sich.
Was die Kardinäle betrifft, so wählte in der Geschichte eine Gruppe von fünf Kardinälen unter außergewöhnlichen Umständen einen neuen Papst Nikolaus II. (1159) außerhalb Roms und anschließend erklärte eine Synode die Wahl des derzeitigen Papstes Benedikt X. des zehneten für ungültig. Heute besteht das Problem jedoch darin, dass die meisten Kardinäle von Bergoglio ausgewählt wurden.
Im Gegensatz zu ihren Amtsbrüdern in Europa und Amerika verwarfen die Bischöfe Afrikas einstimmig die päpstliche Erklärung Fiducia supplicans. Sie sind jedoch nicht in der Lage, den nächsten radikalen Schritt zu tun, damit sich mindestens eine afrikanische Bischofskonferenz vom abtrünnigen Vatikan trennt und einen rechtmäßigen Papst verkündigt. Dies würde einen Präzedenzfall für ganz Afrika und die gesamte Welt schaffen. Angesichts afrikanischer Mentalität ist dieser Schritt jedoch unwahrscheinlich. Bergoglio ernannte den Tyrannen und Betrüger Besungu zum Kardinal und machte ihn also zu seiner rechten Hand und zum Aufseher über Afrika. Er wählt solche Priester zu Bischöfen, die schon dazu bereit sind, sich der Ketzerei zu unterwerfen und unter dem Deckmantel des Gehorsams Christus sowie Sein Evangelium zu verraten.
Wenn es aber noch ein katholisches Volk gäbe, dessen Bischofskonferenz sich vom abtrünnigen Vatikan trennen würde, dann wäre es ihre Pflicht, einen neuen Papst zu wählen. Der neue Papst würde Papst Franziskus posthum exkommunizieren. In ähnlicher Weise verhängten das 6. und 8. Ökumenische Konzil sowie die Päpste Leo II. und Hadrian II. wegen der Häresie des Monotheletismus die posthume Exkommunikation über Papst Honorius.
Damit die Kirche gereinigt wird und eine echte Reform möglich ist, müsste der neue Papst das Zweite Vatikanische Konzil beim Namen nennen und die Kirche von spirituellen Schäden reinigen, die es verursacht hat. Andernfalls wird keine allgemeine Erneuerung der Kirche stattfinden.
Die dritte Möglichkeit: Die dritte Möglichkeit ist eine Untergrundkirche. Wenn weder Kardinäle noch Diözesanbischöfe noch die Priesterbruderschaft St. Pius X. einen radikalen Schritt tun und sich vom ketzerischen Papst trennen, wird die katholische Institution zwar bestehen bleiben, aber mit einer vergifteten Lehre, die eine Menge von Verführten in die ewige Verdammnis führt. Eine Handvoll Gläubiger wird aus dieser sinkenden „Titanic“ fliehen und in den Rettungsbooten der Untergrundkirche Zuflucht finden. Dort haben die Bischöfe zwar fast keine Gläubigen, verfügen aber über eine rechtmäßige Weihe in der Linie von Erzbischof Thuc. Sie sind offenbar bereit, selbst einen dem katholischen Glauben treuen Papst zu proklamieren, falls Kardinäle oder Diözesanbischöfe untätig bleiben. Dass dies dem abtrünnigen Vatikan zum Gespött dienen wird, ändert nichts an der Tatsache, dass sich aufrichtige Wahrheitssucher im Laufe der Zeit dieser Untergrundkirche anschließen werden. Sie wird ihnen einen Ausweg eröffnen. Derzeit gibt es faktisch keinen.
Die vierte Möglichkeit: Der vorkonziliare Theologe Garrigou-Lagrange schlug eine Theorie vor, wie man im Falle eines häretischen Papstes vorgehen soll. Er spricht von einem unvollkommenen Konzil, das aus mehreren Bischöfen oder möglicherweise Kardinälen besteht, die den häretischen Papst für ungültig erklären und gleichzeitig einen rechtmäßigen Papst wählen.
Im Falle des derzeitigen ketzerischen Papstes müssen alle Kirchengesetze einer Priorität untergeordnet werden, nämlich der Beseitigung der selbstzerstörerischen Häresie und des Usurpators, des ketzerischen Papstes, der die Ketzerei durch den sogenannten Synodalweg fördert.
Die katholische Kirche steht heutzutage vor einem Dilemma: Entweder retten die Kardinäle oder insbesondere die Diözesanbischöfe eine Menge Katholiken vor dem spirituellen Selbstmord, oder eine kleine Gruppe von Untergrundbischöfen proklamiert einen neuen Papst, was mit großen Problemen und einer großen Spaltung einhergehen wird.
Wiederum rufe ich vor Gott jeden aufrichtigen Katholiken, Mann und Frau, auf: Werdet euch bewusst, dass die Rettung und die Erneuerung der Kirche von euch abhängen! Durch eure Gebete, liebe Brüder und Schwestern in Christus, wird Gott denen Kraft und Licht schenken, die den rettenden Schritt tun können. Ermutigt daher euren Priester mit einem Brief, in dem ihr ihm versichert, dass ihr dem Glaubenserbe eurer Väter, Großväter und Urgroßväter treu bleiben werdet. Ermutigt ihn, dem Erzketzer, der den päpstlichen Stuhl innehat, sowie dem Bischof, der sich nicht vom Erzketzer trennen will, den Gehorsam aufzukündigen!
+ Elija
Patriarch des Byzantinischen katholischen Patriarchats
+ Methodius, OSBMr + Timotheus, OSBMr
Bischöfe-Sekretäre
Herunterladen: BKP: Ein Aufruf zur Revolution in der katholischen Kirche – vom Haupt (Teil 2) (9.10.2026)