Wir, die emeritierten tschechischen Bischöfe, fühlen uns vor der Kirche und unserer Nation im Gewissen verpflichtet, vor dem geistlichen Verbrechen zu warnen, das vom 5. bis 12. Februar 2023 in Prag begangen wurde. Viele der Teilnehmer sowie die Öffentlichkeit wurden nicht wahrheitsgemäß über das Wesen und den Zweck der sogenannten Kontinentalversammlung des synodalen Weges informiert. Einige waren sich nicht einmal bewusst, dass sie in Wirklichkeit dazu benutzt wurden, die Abschaffung der Gesetze Gottes im Bereich der Moral zu fördern. Der verborgene Zweck bestand darin, der Kirche die von Gott verbotene Unmoral unter dem Oberbegriff LGBTQ aufzudrängen.

Wir, die Bischöfe, die nicht an der Versammlung teilgenommen haben, haben ihre Auswirkungen erst nach der öffentlichen Rede von Kardinal Müller erkannt. Als ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation hat er den Deutschen Synodalweg als Sekte bezeichnet und die Prager Versammlung verurteilt. Der Grund dafür war vor allem die Teilnahme der deutschen Delegation an diesem Treffen. Die Delegation wurde von Bischof Bätzing geleitet, der den synodalen Weg gezielt und offen ausnutzt, um die kirchliche Legalisierung von LGBTQ voranzutreiben. Der Kardinal wies darauf hin, dass die Protagonisten des deutschen alternativen, d.h. häretischen Katholizismus die Kontinentale Phase der Weltsynode in Prag nutzten, wie erwartet. Bischof Bätzing hat dabei offen seine Agenda eingebracht. Kard. Müller zitierte Bätzings Rede vom 8. Februar 2023 aus Prag, in der Bätzing, wie der Kardinal wörtlich sagt, eine erschütternde Analyse vorlegte, die bezeugt, dass er dem katholischen Glauben, unserem Erlöser und der Kirche Christi abschwört. Bätzing sagte: „Dies ist nicht mein Glaube, nicht mein Christus- und Kirchenbild.“

Kard. Müller erklärte weiter, dass die Deutschsynodale Sekte im diametralen Gegensatz zum katholischen Glaubensbekenntnis sei. Es handelt sich um offenen Glaubensabfall, der eine Art Pseudokirche hervorbringt, die den Namen katholisch behalten will, obwohl sie kein Recht darauf hat.

Ein weiterer Beweis für die Transfusion von vergiftetem Blut in den Leib der Kirche Christi war Bätzings öffentliche Konzelebration mit den anderen Bischöfen und Kardinälen in der Kathedrale. Dies war ein absolut klarer Akt der Einheit mit Bätzing und seiner Agenda. Wenn Erzbischof C. M. Viganò in der Kathedrale anwesend gewesen wäre, hätten sie ihm weder die Konzelebration noch die Predigt erlaubt. Warum nicht? Weil sie mit seinen orthodoxen Ansichten und seiner Forderung nach Wiederherstellung der Kirche nicht einverstanden sind. Bätzing hingegen wurde auf der Prager Versammlung zum Star. Die Kontinentalversammlung und ihr Ziel wurden so in ihrem wahren Gesicht gezeigt. Ihr Ziel ist der Autogenozid an der katholischen Kirche nach deutschem Vorbild. Kardinal Müller erklärte offen, dass der synodale Weg „dient, um das Christentum in Deutschland zum Verdunsten zu bringen (Millionenaustritte und innere Entchristlichung auch der verbliebenen Nominalkatholiken). Der gesamte Ansatz dieser deutschkatholischen Ekklesiologie ist falsch und suizidal.“

Deshalb lehnen wir, die emeritierten tschechischen Bischöfe, in Einheit mit Kardinal Müller, die Prager Kontinentalversammlung radikal ab. Sie war nicht nur verwirrend, sondern buchstäblich fehlerhaft. Sie wurde zum Schaden der Kirche nicht nur in der Tschechischen Republik und auf dem europäischen Kontinent ausgenutzt, sondern schuf einen verhängnisvollen Präzedenzfall für die gesamte katholische Kirche. Aus demselben Grund lehnen wir auch den synodalen Weg als solchen ab. Im Falle der Aufhebung von Gottes Gesetzen durch die Legalisierung der Unmoral kann man sich nicht einmal auf die päpstliche Autorität berufen, wie auch Kardinal Müller erklärte. Wir identifizieren uns voll und ganz mit seiner Position, in der er den synodalen Weg als „lehramtlich inkompetent und kirchenrechtlich illegitimiert“ bezeichnet, als einen, derin eklatantem Widerspruch zur Lehre vom Wesen und der universalen Sendung der Kirche Christi steht.“

Wir bekräftigen daher erneut: Wir, die emeritierten Bischöfe der Tschechischen Republik,

1) lehnen die Prager Kontinentalversammlung der Synode zur Synodalität ab,

2) lehnen den kirchenweiten synodalen Weg ab, da er im Widerspruch zur Lehre der Kirche steht.

Emeritierte Bischöfe der Tschechischen Republik

Der Entwurf für die bischöfliche Initiative der emeritierten Bischöfe der Tschechischen Republik, Dominik Kardinal Duka, Karel Herbst, František Radkovský, Josef Hrdlička und Vojtěch Cikrle, wurde von den Bischöfen des BKPs auf der Grundlage der Aussagen von Kardinal G. Müller vorbereitet.

 

Am 23. Februar 2023

 

Herunterladen: Bischof Bätzing entlarvt die Abtrünnigkeit des synodalen Weges auf der kontinentalen Versammlung in Prag (23.02.2023)